Startseite

Zur Person

Vita - Preise

Repertoire

Zur Fotoseite!

aktuelles

Kontakt

Links


Zurück

Repertoire
Schauspiel

 
Grafik
 
Servus Kabul
Inhalt

Ein Volksstück von Jörg Graser

Die kulturelle und religiöse Globalisierung hält Einzug in Niederbayern. Die Straubinger Gastwirtstochter Fanny hat auf der Suche nach dem Sinn des Lebens schon einige Stationen durchlaufen. Kurz bevor ihr Überdruss an der Männerwelt sie in die Arme der Bundeswehr treibt, lernt sie einen kennen, der ihr eine vollkommen neue Perspektive eröffnet, nämlich Jusuf Mummadir. Der Ägypter konfrontiert sie mit den Lehren des Koran, die Fanny zwar weniger begeistern als sein großes Auto, in ihr aber doch den Wunsch wecken, für Jusuf zum Islam zu konvertieren. Die Brodlerin, ihre Mutter, ist entsetzt. Jahrzehnte lang hat sie versucht, unter schwierigsten Bedingungen ein Minimum an Emanzipation in die Gaststube zu tragen, nun verkündet ihre Tochter, das Weib sei alleine zum Wohl des Mannes geschaffen. Der Brodlerwirt hingegen schafft den kulturellen Transfer nach gewissen Anlaufschwierigkeiten problemlos. Nachdem Jusuf ihm durch ein paar theologische Winkelzüge bewiesen hat, auch ein Moslem dürfe in der Not Schweinsbraten verzehren und Weißbier trinken, sind seine Bedenken ausgeräumt, denn insbesondere die Rolle der Frau im Islam scheint ihm mit traditionellen niederbayerischen Vorstellungen beinahe deckungsgleich. Abgesehen von der Brodlerin, die das Wirtshaus mit hergebrachten Methoden weiter betreibt, stellt sich nun die ganze Familie auf die Partnerschaft zwischen Niederbayern und der islamischen Welt ein. Fanny bleibt bei Jusuf, der Brodlerwirt wird Gastronom in Kabul und füllt dort die UN-Truppen ab, Sohn Hans soll seine Gummipuppe verlassen und eine Türkin heiraten. Doch sind die kulturellen Gräben tiefer als erwartet: Die bestellte Braut hält nicht, was sie verspricht, ebenso wenig wie Jusuf, und auch die Vielweiberei stellt sich in der Fantasie attraktiver dar als in Wirklichkeit.